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Alt 03.07.2008, 03:58
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Gerry wird schon bald berühmt werden
Standard Flächenausbau von DVB-T in Mitteldeutschland erfolgreich abgeschlossen

Flächenausbau von DVB-T in Mitteldeutschland erfolgreich abgeschlossen


Seit heute morgen 6 Uhr können Zuschauer in vier weiteren mitteldeutschen Regionen öffentlich-rechtliches Fernsehen über DVB-T empfangen. Mit dem Sendestart in Jena, in West- und Südthüringen sowie in der Altmark im Norden Sachsen-Anhalts ist der Flächenausbau von DVB-T in Mitteldeutschland damit abgeschlossen. Rund 8,9 Millionen Einwohner haben nunmehr in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Möglichkeit, digitales Fernsehen über Dachantenne zu empfangen. Auf einem Festakt in Jena bezeichneten Politiker, Vertreter der beteiligten Sender, der Landesmedienanstalten und der Industrie den erfolgreichen DVB-T-Start in Mitteldeutschland als beispielgebend für die Einführung neuer Medientechnologien in Deutschland.

Zum letzten Mal hat heute Dr. Ulrich Liebenow, Leiter Technik beim zuständigen Sendernetzbetreiber MEDIA BROADCAST, mit einer Startklappe das traditionelle Zeichen für den DVB-T-Sendebeginn in einer mitteldeutschen Region gegeben. Für sein Unternehmen sei DVB-T eine Erfolgsgeschichte, auf die man besonders stolz sei. "Nach nur gut 5 Jahren seit der ersten Einführungsregion sind in Deutschland 11 Mio. Endgeräte im Markt und weit über 85 % der Bevölkerung haben Zugang zu DVB-T. Alle Projektbeteiligten sehen dies als einen großen Erfolg für das digitale terrestrische Fernsehen", betonte Liebenow.

In ihren Begrüßungsreden hatten zuvor Landes- und Kommunalpolitiker die regionale Bedeutung der neuen Fernsehtechnologie hervorgehoben.
Katrin Schwarz, Dezernentin für Stadtentwicklung in Jena, nannte die Entwicklung und Einführung neuer Technologien einen wichtigen Vorteil im Standortwettbewerb. Sie wünsche sich, dass Jena weiterhin vom technologischen Fortschritt profitieren könne. "Als Stadt schaffen wir die Rahmenbedingungen, damit sich der unternehmerische Geist entfalten kann", erklärte die Politikerin.

Roland Richwien, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Medien, bedauerte in seiner Rede, dass bislang nur öffentlich-rechtliche Programme in Mitteldeutschland über DVB-T verbreitet werden. Gerade die privaten TV-Sender seien in der Region besonders beliebt. "Wir sollten uns weiterhin bemühen, die großen privaten TV-Veranstalter doch noch für eine Beteiligung an DVB-T in Mitteldeutschland zu gewinnen.", appellierte der Politiker.

Jochen Fasco, Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Mitteldeutschen Landesmedienanstalten (AML) wies in der anschließenden Diskussionsrunde auf die besondere Ausgangssituation in Mitteldeutschland hin. Anders als in anderen Regionen haben die großen Sendergruppen RTL und die ProSiebenSat.1 in Mitteldeutschland keine Antennenverbreitung, die es umzustellen galt. Trotz Bemühungen der Medienanstalten sei es deshalb bislang nicht gelungen, sie an DVB-T zu beteiligen, zumal auch die Senderkosten aus EU-rechtlichen Bedenken nicht gefördert werden könnten. Die Mitteldeutschen Medienanstalten würden aber mit privaten Veranstaltern sprechen, die nicht zu den beiden Gruppen gehören. "Speziell für lokale Veranstalter bietet DVB-T neben dem Direktempfang auch die Möglichkeit, die vielen Kabelnetze mit Signal zu versorgen. Damit bereichert man das DVB-T-Angebot und hilft gleichzeitig den Veranstalter zu mehr Reichweite zu gelangen."

Niels Schulze, Projektkoordinator für DVB-T beim MDR unterstrich den historischen Moment. "Mit dem heutigen Tag geht beim MDR das Zeitalter des analogen terrestrischen Fernsehens zu Ende." Nunmehr seien in Mitteldeutschland 12 attraktive öffentlich-rechtliche Programme digital über kleine Zimmerantenne, kleine Außenantenne oder Dachantenne zu empfangen.

Werner Dieste, Direktor des MDR-Funkhauses Thüringen machte die Rolle der öffentlich-rechtlichen Sender bei der DVB-T-Einführung deutlich. "MDR, ARD und ZDF waren die Treiber in Mitteldeutschland". Für ihn sei vor allem die bessere Verbreitung regionaler Programme über DVB-T interessant. Beispielsweise könne so auch das THÜRINGEN JOURNAL im Garten geschaut werden.

Für Meike Painter, die beim ZDF die deutschlandweite DVB-T-Einführung koordiniert, ist DVB-T nun auf der Zielgerade. "Der Umstieg von der analogen auf die digitale Terrestrik wird Ende 2008 bundesweit abgeschlossen sein. Dann können mehr als 90 Prozent der Bevölkerung DVB-T über Dachantenne empfangen. Damit erreichen wir das durch die Initiative Digitaler Rundfunk vorgegebene Ziel der vollständigen Digitalisierung bis 2010 bereits zwei Jahre früher. DVB-T hat in dieser Hinsicht auch eine Vorbildfunktion für die Digitalisierung der Verbreitungswege Kabel und Satellit.", so Frau Painter. Auch sei DVB-T ein Vorreiter für den mobilen Fernsehmarkt.


Weitere Informationen sowie eine Übersicht der mitteldeutschen DVB-T-Versorgungsgebiete finden Sie unter www.dvbt-mitteldeutschland.de.


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