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Kabel Deutschland Alles zu den Programmen, Paketen und Preisen für digitales Fernsehen, Breitband-Internet und Telefonie von Kabel Deutschland

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Alt 01.04.2007, 23:11
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Standard Kabel Deutschland steigt auf Glasfaser um

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Ein Kabel-Freak in einem anderen Forum erzählt es uns seit Monaten immer wieder: Ish und Iesy haben das modernste Kabelnetz in Deutschland, weil alle Teilnehmer über Glasfaser "gefüttert" werden. Früher gab es Kabelkopfstationen, welche die Rundfunk- und Fernseh-Programme per Yagi-Richtantene oder per Parabol-Gross-Gemeinschaftsantenne empfingen. Von dieser veralteten Technik haben sich Ish und Iesy verabschiedet: alle Kabelkopfstationen im Versorgungsgebiet werden vom "Networks Operation Center" in Kerpen per Glasfaser beliefert.

Soweit ist Kabel Deutschland noch lange nicht. Die Kabelkopfstationen im KDG-Netz erhalten einen Grossteil ihrer Fernseh-Programme per Satellit. Die Firma KDG nutzt dazu den Satelliten Astra 3A auf 23 Grad Ost, auf dem sie mehrere Transponder gemietet hat.

Pressesprecher Stefan Schott teilte am Samstag mit, dass KDG so schnell wie möglich ebenfalls auf moderne Glasfaser-Technik umsteigen will. Der wesentliche Vorteil davon ist, dass die Glasfaser eine Regionalisierung ermöglicht. Derzeit haben Bremen, Berlin, Koblenz und München dasselbe Programm, weil alle Netze zentral über Satellit gespeist werden.

Das soll sich ändern. Mit Einführung der Glasfaser-Technik will KDG mehrere Komplett-Angebote gleichzeitig verteilen. Beispielsweise soll in Wohngebieten, die einen besonders hohen Ausländer-Anteil haben, künftig ein Kabel-Angebot mit einem hohen Prozentsatz fremdsprachiger Radio- und TV-Sender eingespeist werden.

Die Glasfaser macht's möglich. Künftig wird es mehrere verschiedene Varianten des KDG-Angebotes geben. Erst unmittelbar vor der lokalen Verteilstation für ein ganzes Wohngebiet wird entschieden, welches der zugespielten Pakete auf die sogenannte "letzte Meile" übergeleitet wird.

Stefan Schott dämpfte Erwartungen, der Endkunde könne künftig selber zwischen mehreren KDG-Komplett-Paketen wählen. Das wird nicht der Fall sein. Die Umsetzung der Glasfaser-Signale in das herkömmliche Kupferkabel ist technisch so aufwändig, dass doch mindestens Wohngruppen von tausend Anschlüssen gemeinsam beliefert werden.

In einem Interview mit der Fachzeitschrift "Sat und Kabel" hat Herr Schott allerdings angedeutet, dass seine Firma zukünftig auf die Verschlüsselung der Basis-Programme verzichten könnte, falls in einem Wohngebiet eine sehr hohe Anschlussdichte herrscht. Der Kabelnetzbetreiber hat immer versichert, dass die Verschlüsselung vor allem dazu dient, Schwarzseher auszusperren. Wenn in einer grösseren Wohnanlage alle Mieter nach dem Pauschaltarif angeschlossen werden, dann ist die Verschlüsselung - so Stefan Schott - eigentlich überflüssig. Durch die neue Glasfaser-Zuspielung wird es möglich sein, parallel ein Angebot mit verschlüsselten sowie ein zweites Angebot mit unverschlüsselten Basis-Sendern vorzuhalten. Welche der beiden Versionen auf die "letzte Meile" umgeschaltet wird, hängt von der Anschlussdichte im Zielgebiet ab.

"Sat und Kabel" wollte von Herrn Schott wissen, warum bei der Programm-Erweiterung zum 1.4.2007 so viele ausländische und so wenig deutsche Sender hinzu gekommen sind. Auch wurde gezielt nach dem ARD-Hörfunktransponder gefragt.

Die Begründung ist denkbar einfach: Kabel Deutschland darf ein TV-Programm nur einspeisen, wenn der Sender seine Zustimmung gibt. Mit den fehlenden deutschen Programm-Anbietern, zum Beispiel Bahn-TV, Würfelzucker oder SF-I, laufen Verhandlungen - bisher aber leider ohne Ergebnis.

Man kann vermuten, dass es mal wieder ums liebe Geld geht.

Die Frage nach dem ARD-Hörfunktransponder hat Herr Schott eindeutig beantwortet: Nein, den wird es nicht geben. Mit der ARD sei in dieser Hinsicht keine Einigung möglich gewesen, weil die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten darauf bestanden hätten, den kompletten Transponder unverändert und unverschlüsselt ins Kabel einzuspeisen. Das sei mit der KDG nicht zu machen.

Die Firma KDG strebt nun folgende Lösung an: Aus dem ARD Hörfunktransponder werden diejenigen Radio-Sender herausgenommen, die am Standort der Kabelanlage mit durchschnittlichem oder mit erhöhtem Antennenaufwand ortsmöglich zu empfangen sind. Diese Radio-Sender werden - mit Zustimmung der ARD - aus dem Hörfunktransponder ausgefiltert und in einen Kabelkanal umgesetzt. Gleichzeitig wird die KDG auch die ortsüblichen privaten Radio-Sender digitalisieren und in den gleichen Kabelkanal umsetzen. Der KDG-Kunde erhält also künftig einen KDG-Radiotransponder, der die regional über UKW empfangbare Rundfunklandschaft digital abbildet.

Sender wie "Berlin 88,8" und "Antenne Brandenburg" wird es in München im Kabel nicht geben. Umgekehrt werden "Bayern 1" und "Bayern 4 Klassik" künftig auch in Berlin nicht bzw. nicht mehr eingespeist.

Nach Ansicht von Stefan Schott ist es aber wichtig, dass der Rundfunk im Kabel nicht nur aus öffentlich-rechtlichen Sendern besteht, sondern auch private Radio-Programme enthält.

Deutschlandradio Kultur und der Deutschlandfunk werden künftig in allen Kabelnetzen digital eingespeist - auch dort, wo diese beiden Programme über UKW nicht oder nur mangelhaft empfangbar sind.

Herr Schott weist darauf hin, dass bereits mit einigen türkischen und griechischen Radio-Sendern Einspeise-Verträge geschlossen worden sind, darunter TRT Radio 1, Meteor FM, Radio D, Best FM, Istanbul FM, Power FM, Dünya Radio, Show Radyo, Athina 9.84 FM, Rock FM 96.9 und Metropolis FM. Mit den Italienern werde noch verhandelt. In Rheinland-Pfalz und in weiten Teilen Bayerns wird es künftig "AFN - The Eagle" digital geben, und in Niedersachsen wird "BFBS Radio 1" digitalisiert. In Schleswig-Holstein sollen dänische Radio-Sender eingespeist werden.

Mit Spannung erwartet wurde auch die Frage nach der ORF-Einspeisung: Kabel Deutschland hat das Debakel in Baden-Württemberg aufmerksam beobachtet. Sobald die Regionalisierung des KDG-Netzes dank moderner Glasfaser-Technik abgeschlossen ist, werden ORF 1 und ORF 2 - so Stefan Schott - "maximal grosszügig" in die KDG-Netze digital eingespeist. Der ORF bestehe aber darauf, dass dies nur dort geschehe, wo ein terrestrischer Empfang immerhin möglich sei. Standorte wie Mannheim (bei Kabel BW) seien deshalb jenseits von Gut und Böse.

Die Firma KDG wird ORF 1 und 2 auch deshalb digital anbieten, um eine Abwanderung der Kunden zum digitalen Antennen-Fernsehen zu verhindern. Dieser Marketing-Schachzug ist natürlich nur dort erforderlich, wo der Empfang des ORF über die Hausantenne auch möglich ist.

Zusammenfassend ist die Redaktion von "Sat und Kabel" der Meinung, dass die neue Strategie der KDG nicht alle Wünsche erfüllt - besonders beim ARD-Hörfunktransponder hätte man sich mehr gewünscht - aber die vorgesehene Modernisierung der KDG-Netze durch Glasfaser-Technik ist auf jeden Fall ein guter Schritt, um die Digitalisierung des Kabels in Deutschland voran zu bringen.

Das vollständige Interview mit Stefan Schott lesen Sie in der nächsten Ausgabe von "Sat und Kabel".

Quelle: http://www.satundkabel.de/index.php

Weitere Diskussionsbeiträge zu diesem Thema siehe auch hier:



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Gruss
Octavius

Fernsehen aus Amerika mit breitem texanischen Akzent - George W. Bush lässt grüssen: Daystar TV auf 12523 H, Eurobird 1, 28 Grad Ost, SR 27500, FEC 2/3

Geändert von Nelli22.08 (01.04.2007 um 23:15 Uhr). Grund: Link entfernt.
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Alt 01.04.2007, 23:18
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