Transponder NEWS Forum - Werbung - 

 

Zurück   Transponder NEWS Forum > Transponder NEWS AKTUELLES > Radio Talk > DRM

DRM Alles über den neuen digitalen Radiostandard DRM - Digital Radio Mondiale, Nachfolger der analogen Übertragungen auf Mittelwelle (MW), Kurzwelle (KW) und Langwelle (LW)

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 26.05.2008, 16:22
Benutzerbild von Gerry
Gerry Gerry ist offline
TN-TEAM
 
Registriert seit: 22.07.2004
Ort: Berlin
Alter: 45
Beiträge: 5.001
Gerry wird schon bald berühmt werden
Standard Erster Testversuch mit DRM+

Erster Testversuch mit DRM+.
Wird dieses Verfahren den UKW-Rundfunk ablösen?




Fast 60 Jahren ist in Deutschland der analoge UKW-Hörfunk zu empfangen. Jetzt kündigt sich eine neue, digitale Ära an. Seit Anfang März hat die Fachhochschule Kaiserslautern einen kleinen UKW-Stadtsender in Betrieb genommen, der auf der Frequenz 87,6 MHz das digitale Verfahren "DRM+" verwendet. Diese Übertragungsart ist eine Modifikation des DRM-Verfahrens, das für die digitale Übertragung im Kurz- Mittel- und Landwellenbereich eingesetzt wird. Das Kürzel "DRM" steht für "Digital Radio Mondiale" und wird in Deutschland seit 2005 zum Beispiel vom Deutschlandfunk und der Deutschen Welle benutzt.

Die Inbetriebnahme dieses Experimentalsenders ist deshalb von großem Interesse, weil DMR+ sich hervorragend in das bestehende 100 Kilohertz breite Frequenzraster des UKW-Bereichs einfügt. Außerdem stört es keine benachbarten UKW-Sender, die nach dem derzeitigen analogen FM-Verfahren arbeiten. Darüber hinaus scheint es sogar möglich zu sein, einen vorhandenen UKW-FM-Sender, quasi im Huckepack-Verfahren, mit zu benutzen. Das alles sind wichtige Eigenschaften, die DRM+ zum idealen Nachfolger des betagten UKW-Rundfunks erscheinen lassen. Vor allem ist während der Einführungsphase Mischbetrieb möglich. Das heißt: Ein Programm könnte in dieser Zeit "simulcast" (von engl. simultaneous "zeitgleich" und broadcast "senden") übertragen werden, was einer schnellen Umstellung des UKW-Bereiches von analogen auf digitalen Betrieb zugute kommen würde.

Der Testbetrieb in Kaiserslautern erfolgt in Kooperation mit der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) für Rheinland-Pfalz. Die FH Kaiserslautern und die Bundesnetzagentur wollen umfangreiche Feldmessungen durchführen. Insgesamt soll der Nachweis darüber erbracht werden, dass DRM+ gegenüber dem klassischen UKW-Hörfunk einen deutlichen Mehrwert für den Hörer sowohl in der Versorgungssicherheit beim portablen und mobilen Empfang als auch in der Audioqualität bietet. Erste Ergebnisse des DRM+-Feldversuchs werden auf einem Fachsymposium im Mai in Kaiserslautern vorgestellt. Weitere Information zum Projekt sind im Internet unter www.drm-radio-kl.eu zu finden.
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 31.05.2008, 06:54
Benutzerbild von Gerry
Gerry Gerry ist offline
TN-TEAM
 
Registriert seit: 22.07.2004
Ort: Berlin
Alter: 45
Beiträge: 5.001
Gerry wird schon bald berühmt werden
Standard AW: Erster Testversuch mit DRM+

Weltweit erste digitale UKW-Live-Übertragung mit DRM+ gelungen (Nr. 13)

LMK, FH Kaiserslautern und Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS kooperieren erfolgreich im DRM+-Projekt in Kaiserslautern



Weltweit erstmalig wurde das gesamte UKW-Hörfunksystem DRM+ von der Audioquelle bis zum Lautsprecher mit einem UKW-Sender auf der Frequenz 87,6 MHz in Kaiserslautern im Rahmen eines DRM+-Feldversuchs aufgebaut und erfolgreich in Betrieb genommen. Damit gelang die erste DRM+-Live-Übertragung, die auf einem Symposium der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz und der FH Kaiserslautern am 29. Mai 2008 in Kaiserslautern den zahlreichen technischen Experten demonstriert wurde.

Für den Feldversuch konzipierten und integrierten die Experten der FH Kaiserslautern einen DRM+-Empfängerprototyp, der aus einer Vielzahl von Einzelkomponenten besteht. So wurde beispielsweise das UKW-Empfängerteil von der Firma ATMEL beigesteuert, während das Fraunhofer IIS (Erlangen) die Software-Implementierung eines digitalen DRM+-Decoders für Windows-XP mit Echtzeit-Audiodecodierung und dem Datendienst Journaline realisierte. Journaline ermöglicht die Übertragung von Textinformationen über digitale Radiosender und eine Text-to-Speech-Unterstützung für die hochwertige Sprachausgabe der Inhalte z. B. in Fahrzeugen oder auf mobilen Geräten.

Für die DRM+-Sendestrecke entwickelte die FH Kaiserslautern in den letzten Monaten einen eigenen Sende-Server auf Basis der Software „SPARK+“ und setzte diesen ein. Im Projekt kam auch der Fraunhofer DRM ContentServer R4 zum Einsatz. Dieser professionelle Rundfunk-Server unterstützt ab sofort DRM+. Beide Systeme zeigten sich funktionstauglich für eine reibungslose DRM+-Abstrahlung im UKW-Band.
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 31.05.2008, 06:55
Benutzerbild von Gerry
Gerry Gerry ist offline
TN-TEAM
 
Registriert seit: 22.07.2004
Ort: Berlin
Alter: 45
Beiträge: 5.001
Gerry wird schon bald berühmt werden
Standard AW: Erster Testversuch mit DRM+

Heraus aus der Sackgasse: Neue Wege zur Digitalisierung des UKW-Hörfunks mit DRM+ (Nr. 14)

LMK und FH Kaiserslautern präsentieren erste Ergebnisse mit dem neuen digitalen UKW-Hörfunksystem DRM+ auf einem Symposium in Kaiserslautern



In Kooperation mit der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz führt die FH Kaiserslautern von Anfang März bis Ende Mai 2008 ein großangelegtes technisches Projekt zur Abstrahlung des neuen digitalen UKW-Hörfunksystems DRM+ durch.

DRM+ ist ein Rundfunksystem, mit dem der bekannte analoge UKW-Standard digitalisiert werden kann. Die Herausforderung ist, dass in der langen Übergangszeit vom analogen zum digitalen UKW-Hörfunk neue digitale DRM+-Sender in das jetzt schon überfüllte UKW-Band (87,5 MHz bis 108 MHz) eingeplant werden müssen. Hierzu wurden in dem Feldversuch innovative Lösungsansätze entwickelt.

Auf einem Symposium am 29. Mai 2008 präsentierten die Projektpartner vor zahlreichem fachkundigem Publikum erste Ergebnisse der UKW-Feldmessungen, die von der FH Kaiserslautern, der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) und der Bundesnetzagentur durchgeführt wurden. Mit den Messungen wurden erste Erkenntnisse gesammelt, mit welchen technischen Werten neue DRM+-Sender ohne Störungen auf den Empfang bestehender UKW-Sender eingeplant werden können.

Herr Professor Dr.-Ing. Andreas Steil (FH Kaiserslautern) stellte auf dem Symposium heraus, dass es in diesem Projekt weltweit erstmals gelungen ist, die komplette Übertragungskette für DRM+ zu realisieren. Damit ging weltweit erstmalig ein digitaler UKW-Sender in Betrieb, über den u. a. ein DRM+-Hörfunkprogramm übertragen und über einen Empfänger-Prototyp in Echtzeit empfangen wird.

Herr Dipl.-Ing. Joachim Lehnert (LMK) erklärte, dass nun endlich ein „hörbarer" Nachweis darüber erbracht werden konnte, dass DRM+ das Potenzial für einen deutlichen inhaltlichen Mehrwert für den Hörer gegenüber dem klassischen UKW-Hörfunk besitzt. DRM+ könnte das System sein, das gerade für den regionalen und lokalen Hörfunk den Weg in die digitale Welt weist. Auf dem Symposium zeigte er, dass DRM+ auch in der Versorgungssicherheit beim portablen und mobilen Empfang dem FM-Hörfunk überlegen ist. Lehnert wies darauf hin, dass die Umstellung von UKW-Sendern von FM- auf DRM+-Betrieb heute schon prinzipiell und ohne Störungen auf den bestehenden UKW-Empfang machbar wäre. Dieses Ergebnis lieferten rechnergestützte Frequenzanalysen der LMK, die auch für das Konkurrenzsystem HD-Radio™ durchgeführt wurden. Dieser US-Technologie gibt er unter den bestehenden technischen Bedingungen kaum eine reelle Einplanungs-Chance in Deutschland.

Steil und Lehnert fassten zusammen, dass neue digitale Sender im überfüllten UKW-Band nur dann realisiert werden können, wenn hierfür moderne Planungsrichtlinien geschaffen und international vereinbarten werden. Die technische Grundlage hierfür wurde in dem zu Ende gehenden Versuch in Kaiserslautern geschaffen. Weiterführende Untersuchungen sind aber noch erforderlich. Steil zeigte sich sehr enttäuscht darüber, dass die bereits Anfang April beantragte Verlängerung der Versuchsfunkgenehmigung für die FH Kaiserslautern bis auf Weiteres von der Bundesnetzagentur nicht befürwortet wird. Er hofft jedoch darauf, dass die BNetzA ihre Haltung sehr bald revidiert, damit die gerade beginnende Forschung und Entwicklung im Verbund mit Industriefirmen in Deutschland sich zügig entwickeln und die Expertenkompetenz in Rheinland-Pfalz weiter ausgebaut werden kann.

Der Chairman des „Technical Committee“ des DRM-Konsortiums, Lindsay Cornell (BBC), begrüßte in seinem Statement das herausragende Engagement in Kaiserslautern zur Wegbereitung von DRM+ und versicherte, dass das DRM-Konsortium alle Anstrengungen unternehmen wird, DRM+ im internationalen Raum auf den Weg zum marktreifen Einsatz zu bringen.

Weitere Information zum Projekt und zum Symposium (Abruf der Präsentationen des Symposiums ab 2.6.08 ) unter www.drm-radio-kl.eu

Geändert von Gerry (02.06.2008 um 17:27 Uhr).
Mit Zitat antworten
- Werbung -      (Dieses Werbefenster sehen Sie nur als Gast - Bei angemeldeten Usern erscheint es nicht)
Antwort


Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Niedersachsen testet lokale Hoerfunkprogamme via DRM Stefan Transponder NEWS D 10 03.02.2006 18:21
104|9 OldieStar Radio testet via DRM Stefan Transponder NEWS D 0 05.09.2005 22:27
Deutschlandradio Kultur setzt auf DRM Stefan Transponder NEWS D 0 27.07.2005 10:09
BR stellt auf DRM um Stefan Transponder NEWS D 7 27.04.2005 12:15
RTL Radio stellt auf DRM um Stefan Transponder NEWS D 0 23.11.2004 21:25


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 07:52 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.7.0 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
Fotos und Leinwanddrucke aus Köln: Guido Jakobs